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An Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission und an die Regierungschefs in der EU.

Appell:

Steuervermeider, korrupte Politiker und die organisierte Kriminalität müssen gestoppt werden. Das Gesetz muss für uns alle gelten. Wir akzeptieren nicht, dass sich die Reichen und Mächtigen der Strafe für Verbrechen entziehen oder sich von Verpflichtungen, gegenüber der Gesellschaft ausnehmen.

Viel zu lange hat die EU solche Zustände hingenommnen. Die Einhaltung bestehender Gesetze wurde nicht eingefordert und Banken wurde es erlaubt, mit Geldwäschern zusammen zu arbeiten.

Wir fordern jetzt endlich Maßnahmen gegen Geldwäsche und Steuervermeidung in der gesamten EU. Wir fordern, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und dass solche Betrügereien unmöglich gemacht werden.

Hintergrund

Am Sonntagabend hat die Süddeutsche Zeitung den größten Leak der Geschichte veröffentlicht: mehr als 11,5 Mio. Dokumente aus dem Zeitraum der 70er bis 2016 wurden den Journalisten in 2,6 Terabyte im Laufe des vergangenen Jahres von einem einzigen geheimen Informanten zugestellt. Sie haben die Daten zusammen mit dem International Consortium for Investigative Journalists (ICIJ) aufgearbeitet, ausgewertet und verifiziert. Sie haben ihnen den Namen Panamapapers gegeben. Insgesamt haben rund 400 Journalisten aus mehr als 100 Medienorganisationen in über 80 Ländern an diesem geheimen Projekt mitgearbeitet. [1]

Worum geht es in den Panama Papers überhaupt und warum sind sie so brisant?

Die Panamapapers berichten von Steuerhinterziehung, Korruption, Geldwäsche und kriminellen Machenschaften auf dem Geldmarkt. Es geht um die Reichen und Mächtigen dieser Welt, die versuchen ihren Reichtum in einer globalen Schattenwelt zu verstecken und zu vermehren.

In den Panama Papers tauchen die Namen von Politikern wie Bashar al-Assad (Syrien), Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak, Lybiens Ex-Leader Muammar Gaddaffi und des isländischen Premierminister Davíð Gunnlaugsson auf, sowie weiteren Staatsoberhäuptern und Politikern. Zudem lassen sich Verbindungen zu mehreren Familienmitgliedern von den Reichen und Mächtigen herstellen, wie zum Beispiel Verbindungen zu den engsten Zirkeln um Wladimir Putin. Nicht nur Einzelpersonen geraten jedoch aufgrund dieses Leaks in die Bredouille. Fast alle deutschen Banken sollenn involviert sein. Insgesamt werden in Deutschland 173 Unternehmen, 53 Klienten, 27 Begünstigte und 253 Shareholder genannt. Hinzu kommen noch international agierende Drogenkartelle, die italienische und japanische Mafia und ein paar Dutzend Promis, wie den millionenschweren Fußballer Lionel Messi. [2]

Wer genau betroffen ist, und was sich die jeweilige Person zuschulden kommen gelassen hat, sehen Sie in dieser interaktiven Graphik des ICIJ, die jedoch leider nur auf Englisch zur Verfügung steht.

Das Brisante an diesem Leak sind weniger die Personen, die er betrifft, als das schiere Ausmaß der Beweise. Bedenken Sie: „Trotz der immensen Datenmenge von 2,6 Terabyte reden wir hier von einer einzigen Quelle, die Daten einer einzigen Kanzlei aus einer einzigen Steueroase preisgegeben hat. Soll heißen: Da draußen sind noch viel mehr Steueroasen, unzählige Unternehmen, die mit dieser Art des Betrugs ihr Geld verdienen und unendlich viele Personen, Firmen, Institutionen, die diese Dienste in Anspruch nehmen – und keiner kann sich mehr sicher sein, dass er nicht auffliegt.“ [3]

Bei dieser Kampagne arbeiten wir zusammen mit:

Nächster Schritt - verbreiten Sie unsere Idee

Vielen Dank, dass Sie sich für Maßnahmen gegen Geldwäsche und Steuervermeidung einsetzen.

Falls Sie bisher noch keine Kampagne von uns unterzeichnet haben, erhalten Sie gleich eine E-Mail, in der Sie gebeten werden, Ihre Adresse zu bestätigen. Bitte bestätigen Sie diese, so dass wir Sie weiter informieren können.

Bitten leiten Sie die Aktion weiter an Ihre Familie, Freunde und Bekannte. Verwenden Sie dazu gerne E-Mail, Facebook oder Twitter. Unsere Kampagne wird stark, wenn auch sie unsere Petition unterzeichnen!