154.952 von 175.000 Unterschriften

An: Die EU-Länder, den exekutiven Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans und den Kommissar für Umwelt und Ozeane Virginijus Sinkevičius

Appell

Nehmen Sie die Forderung von uns Bürgerinnen und Bürgern ernst, verbieten Sie Einwegkunststoffe und beenden Sie die Verschmutzung durch Plastik. Die EU-Kommission muss sicherstellen, dass das EU-Verbot von Einwegplastik nicht durch Ausnahmen und zugelassene Ersatzstoffe in den Richtlinien verwässert wird.

Warum das wichtig ist

Mikroplastik taucht überall auf: im Grundwasser, in den Meeren - inzwischen finden Forscher/innen es sogar in Obst und Gemüse. [1] [2]

Genau deswegen haben wir für das Verbot von Einwegplastik, das der Umwelt und unserer Gesundheit so sehr schadet, gekämpft. Und wir haben mit der Verabschiedung der EU-Richtlinie über Einwegkunststoffe gewonnen. Das EU-Verbot wurde beschlossen. Aber jetzt , wo es umgesetzt werden soll, setzen die Hersteller alles daran, Ausnahmen zu fordern.

Sie behaupten zum Beispiel, eine Chipsverpackung könne wiederverwendet werden, also handele es sich nicht um Einwegplastik. Eine derartige Auslegung des Gesetzestextes würde das Verbot wirkungslos machen.[3]

Zum Glück zahlt sich unser langjähriger Widerstand aus: Schon früh hat uns der exekutive Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, versprochen, uns zu unterstützen. [4] Wir müssen ihn jetzt an dieses Versprechen erinnern, denn er ist derjenige, der den Herstellern und ihrem Lobbytreiben Einhalt gebieten kann.

Frans Timmermans hat schon 2017 versprochen, er sei unser Verbündeter. Hier bei der Übergabe unserer Unterschriften.

Den Kampf für ein Verbot von Einwegplastik konnten wir nur in einem breiten Bündnis von Partnern und mit ganz viel Druck von unten gewinnen. Wir waren erfolgreich, weil Hunderttausende von uns aktiv wurden. Wir plakatierten Brüssel mit Postern von Tieren, die an Plastik verendeten. Wir twitterten Timmermans direkt, schrieben Tausende E-Mails ans Europaparlament und waren mit Aktionen in Brüssel vertreten.

Aber wir wissen, dass wir jetzt wachsam bleiben müssen. Ein Verbot muss in der EU über Richtlinien in die Praxis umgesetzt werden. Das ist die Stunde der Fachleute, Bürokraten - und auch der Hersteller, die auf hohe Gewinne verzichten müssen, wenn das Verbot konsequent umgesetzt wird. Sie schicken Anwälte und Lobbyisten, drehen Worte hin und her, bis Schlupflöcher groß wie Scheunentore sind.

Im Moment versuchen sie, möglichste viele Arten von Kunststoff von dem Gesetz auszunehmen. Die Folge wäre: Einwegprodukte könnten mit solchen Ausnahmekunststoffen weiter produziert werden. Das Gesetz wäre nutzlos - und das können wir nicht zulassen.

Es liegt jetzt an uns allen, den Herstellern eine klare Absage zu erteilen. Und es liegt an uns, Frans Timmermans darauf aufmerksam zu machen. Machen Sie mit! Vögel und Schildkröten, die an Trinkhalmen verenden, Mikroplastik in unserem Essen: Wir wollen, dass das endlich aufhört. Und wir werden so lange aktiv sein, bis - und das ist nur ein erster Schritt - Einwegplastik vom Markt ist.

PS: 92% der Bürgerinnen und Bürger Europas erwarten von ihren Regierungen, dass sie Maßnahmen gegen Einwegplastik ergreifen.[4] Wenn das mit diesem Gesetz nicht gelingt, dann nehmen unsere Gesundheit, die Umwelt und auch die Demokratie in Europa erheblichen Schaden.

Referenzen

  1. https://www.npr.org/sections/thesalt/2018/08/20/636845604/beer-drinking-water-and-fish-tiny-plastic-is-everywhere?t=1597226680821
  2. https://www.researchgate.net/publication/341513246_Micro-_and_nano-plastics_in_edible_fruit_and_vegetables_The_first_diet_risks_assessment_for_the_general_population

    https://www.nature.com/articles/s41565-020-0707-4

  3. https://www.breakfreefromplastic.org/2020/07/30/draft-guideline-sup/#disqus_thread
  4. https://twitter.com/TimmermansEU/status/912621524959547392
  5. Flash Eurobarometer 388 - Attitudes of Europeans towards waste management and resource efficiency P144- T35

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