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An die Europäische Kommission

Appell

WIR, DIE UNTERZEICHNENDEN, fordern eine Überarbeitung der Transportverordnung und sofortige Maßnahmen zur Behebung der schlimmsten Verstöße gegen das Tierwohl. Die überarbeitete EU-Transportverordnung sollte Folgendes vorsehen:

  • ein sofortiges Verbot des Exports von lebenden Nutztieren in Drittländer zum Mästen und Schlachten;
  • die Begrenzung der Transportzeiten für Lebendtransporte auf maximal acht Stunden und nur vier Stunden für Geflügel bis 2024, mit Investitionen in gut geführte lokale und mobile Schlachthöfe, um die Transportzeiten zu verkürzen;
  • ein Verbot des Transports von Jungtieren, die noch von ihren Müttern gesäugt werden;
  • mehr unangekündigte Kontrollen und härtere Sanktionen bei Verstößen;
  • ein Verbot von Lebendtransporten, wenn die erwarteten Außentemperaturen unter 5˚C oder über 25˚C liegen;
  • eine strenge Durchsetzung der Verordnung.

Die Fragen des Langstreckentransports von lebenden Tieren und des Lebendexports sollten auch im Zusammenhang mit folgenden Aspekten behandelt werden:

  • Ziele der Europäischen Kommission zur dringenden Verbesserung des Tierschutzes und zur Verbesserung des Zugangs der Öffentlichkeit zu gesünderer Ernährung mit weniger Fleisch;
  • Internationale Verpflichtungen der Europäischen Union zum Klimawandel und zur Nachhaltigkeit, einschließlich der Ernährungssicherheit - die EU sollte keine lebenden Tiere oder Tierprodukte aus schädlichen und umweltbelastenden industriellen Haltungssystemen in Drittländer vermarkten.

Maßnahmen gegen den Export von lebenden Tieren sollten mit einer deutlichen Verringerung der Zahl der Nutztiere in der EU einhergehen, um die Notwendigkeit des Transports und Exports von lebenden Tieren zu verringern.

Warum das wichtig ist

200.000 Kühe, Schafe und andere Nutztiere verendeten kürzlich qualvoll - in brütender Hitze dicht zusammengedrängt auf engen Transportschiffen. Sie starben, weil der Suezkanal fast eine Woche lang blockiert war und ihnen auf den Schiffen Wasser und Futter ausgingen. Die meisten der Tiere kamen aus Europa. [1]

Der Handel mit lebenden Tieren bringt unvorstellbares Leid mit sich. Millionen Tiere werden jedes Jahr in Schiffe gepfercht und um die Welt geschickt. Tage oder sogar Wochen lang müssen die Tiere schrecklichste Bedingungen aushalten, meist nur, um bei der Ankunft für Fleisch und Leder geschlachtet zu werden. [2]

Neuseeland hat den sogenannten Lebendexport bereits verboten. Auch Großbritannien plant, dies zu tun. Und die EU prüft gerade ihre aktuellen Regeln für den Lebendexport. Dies könnte zu einem effektiven Verbot führen. [3]

Was im Suezkanal geschah, ist kein Einzelfall. Immer wieder kommt es zu derartigen Tragödien. Im Dezember 2020 verließ ein Schiff mit fast 3.000 Kälber einen spanischen Hafen, aber ihm wurde die Einreise in mehrere Länder verweigert. Die Tiere waren drei Monate lang unter schockierenden Bedingungen auf dem Meer unterwegs und wurden schließlich zur Schlachtung nach Spanien zurückgebracht. [4] Im November 2019 ertranken fast 15.000 Schafe unter Deck, als ihr Schiff kenterte, nachdem es Rumänien verlassen hatte. [5]

Und selbst wenn es nicht zu solchen Tragödien kommt - diese Transporte sind immer schrecklich und grausam. Die Tiere sind schwerstem Stress ausgesetzt, sie erleiden Hunger, Durst, Erschöpfung und oft auch extreme Dehydrierung und sogar Tod. Die Tiere, die diese zermürbenden Fahrten überleben, werden dann oft ins Schlachthaus gebracht.


Referenzen

  1. https://euobserver.com/world/151394
  2. https://www.theguardian.com/environment/2020/jan/20/live-export-animals-at-risk-as-giant-global-industry-goes-unchecked
    https://www.bbc.co.uk/news/uk-54435029
    https://www.peta.org/issues/animals-used-for-clothing/wool-industry/wool-live-export/
  3. https://ec.europa.eu/food/animals/animal-welfare/evaluations-and-strategy/evaluation-eu-legislation-welfare-farmed-animals_en
    https://www.theguardian.com/world/2021/apr/14/new-zealand-to-stop-exporting-livestock-by-sea
    https://www.theguardian.com/environment/2020/dec/03/uk-to-become-first-country-in-europe-to-ban-live-animal-exports
    https://www.theguardian.com/world/2021/may/12/animals-to-be-formally-recognised-as-sentient-beings-in-uk-law
    https://www.animalsaustralia.org/investigations/live-export-investigations.php
  4. https://www.theguardian.com/environment/2021/mar/31/how-nearly-3000-cattle-came-to-be-stranded-at-sea-for-three-months
  5. https://www.theguardian.com/environment/2020/feb/03/secret-decks-found-on-ship-that-capsized-killing-thousands-of-sheep

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Wenn Sie können, schreiben Sie bitte Ihre eigene persönliche Nachricht in Ihrer Sprache an die Europäische Kommission. Bitte vergessen Sie nicht, eine Betreffzeile für Ihre E-Mail hinzuzufügen UND am Ende der E-Mail mit Ihrem Namen zu unterschreiben.

Unsere Hauptbotschaft: Wir wollen, dass das Europäische Parlament starke Änderungen einführt, um jegliches Leiden von Nutztieren während des Transports zu verhindern.

Sie wissen nicht, was Sie sagen sollen? Hier sind einige Vorschläge:

  • Ich gehöre zu den 1.000.000 Menschen, die eine Petition unterzeichnet haben, in der ehrgeizigere Überarbeitungen der Transportverordnung gefordert werden.
  • Ich möchte ehrgeizigere Verbesserungen der EU-Transportverordnung. Millionen von Tieren leiden jedes Jahr unnötig
  • Die Empfehlungen des Untersuchungsausschusses für den Schutz von Tieren beim Transport sind nicht streng genug!
  • Verbieten Sie ein für alle Mal die Ausfuhr von lebenden Tieren, insbesondere von nicht entwöhnten Tieren.
  • Legen Sie maximale Transportzeiten von 8 Stunden für Geflügel und 4 Stunden für Kaninchen fest.
An:

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Sie finden hier bereits vorbereitete Tweets, aber Sie können auch gerne Ihre eigene persönliche Botschaft schreiben. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments werden Ihre persönliche Botschaft viel mehr zu schätzen wissen als einen kopierten Kommentar!

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