251.449 von 300.000 Unterschriften

An: Die Region Südtirol und Arnold Schuler, Landwirtschaftsminister der Provinz Bozen

Appell

Eine funktionierende Demokratie und eine lebendige Zivilgesellschaft leben davon, dass offen Kritik geübt und auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam gemacht werden darf. Wenn Umweltschützer*innen auf den massiven Einsatz von Pestiziden in Südtirol hinweisen, sollten sie nicht mundtot gemacht, sondern sorgfältig angehört werden.

Wir fordern Sie deshalb auf, die Strafanzeigen gegen Karl Bär und Mitglieder des Vorstands des Umweltinstituts München, sowie den Buchautor Alexander Schiebel und seinen Verleger Jacob Radloff sofort einzustellen.

Warum das wichtig ist

Dies ist die Geschichte von Karl Bär und Alexander Schiebel, die gegen Pestizide in der Landwirtschaft kämpfen und die nun von der Südtiroler Landesregierung mit allen Mitteln zum Schweigen gebracht werden sollen.

Karl Bär arbeitet für das Umweltinstitut München und zeichnet verantwortlich für eine Plakatwand, mit der auf den massiven Einsatz von Pestiziden in Apfelplantagen in Südtirol aufmerksam gemacht wird. [1]

Alexander Schiebel ist Autor des Buches "Das Wunder von Mals", in dem er die Geschichte des Dorfes Mals in Südtirol erzählt. Die Bürgerinnen und Bürger von Mals stimmten mehrheitlich für ein Verbot von Pestiziden in ihrer Gemeinde und sollten danach von ihrer Landesregierung daran gehindert werden, das Verbot umzusetzen. [2]

Die beiden Umweltaktivisten sind nun von der Südtiroler Landesregierung auf üble Nachrede verklagt, mit dem Ziel, sie mundtot zu machen. Der Prozess beginnt Mitte September.

Die Südtiroler Landesregierung scheut ein schlechtes Image, weil gerade der Tourismus Wohlstand in die Region bringt. Eine kritische Öffentlichkeit will sie deshalb verhindern. Eine kritische Öffentlichkeit über Südtirol hinaus in ganz Europa zu schaffen, das ist unsere Stärke und so unterstützen wir Karl Bär und Alexander Schiebel darin, ihre Geschichte zu verbreiten.[3]

Die Klage richtet sich nicht allein gegen zwei Aktivisten. Sie ist ein Symbol dafür, eine kritische Öffentlichkeit zu unterdrücken. Und das lassen wir uns nicht bieten. Demokratie braucht kritische Öffentlichkeit.

Die Zahl solcher Knebel-Klagen, die offensichtlich unbegründet sind und aktive Bürgerinnen und Bürger einschüchtern sollen, nimmt in der EU rasant zu. Es sind Konzerne, mächtige Einzelpersonen und Regierungen auf allen Ebenen, die Aktivist*innen und Journalist*innen verklagen. Die Klagen erfordern einen hohen Zeit- und Geldaufwand, um sie abzuwenden und haben inzwischen einen eigenen Namen: Knebel-Klagen oder “Strategic Lawsuits against Public Participation”, also Strategische Klagen gegen die Öffentlichkeitsbeteiligung, kurz: SLAPP. [4]

Karl Bär und Alexander Schiebel kämpfen gegen den Einsatz von Ackergiften. Aber jetzt brauchen Sie unsere Hilfe. Stehen wir Ihnen bei!

Referenzen

  1. https://www.tageszeitung.it/2017/08/10/suedtirol-ist-pestizidtirol/
  2. http://alexanderschiebel.com/wunder-von-mals/
  3. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/landwirtschaft-obstanbau-aepfel-suedtirol-1.5022345
  4. https://www.ecpmf.eu/slapp-the-background-of-strategic-lawsuits-against-public-participation/

In Zusammenarbeit mit:

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende

Um unabhängig zu bleiben, sind wir sehr vorsichtig damit, von wem wir Geld annehmen - aber wirkungsvolle Kampagnen brauchen Geld, also brauchen wir Ihre Hilfe!

Können Sie ein paar Euro im Monat spenden, damit unsere Gemeinschaft weiterhin Aktivistinnen und Aktivisten unterstützen kann, die für einen Stopp des Pestizid-Einsatzes in Europa kämpfen?

Andere Wege zu spenden

Alternativ zum Einzug können Sie Spenden auch direkt an uns überweisen. Bitte fügen sie Ihre Emailadresse in den Verwendungszweck mit ein:

WeMove Europe SCE mbH
IBAN: DE98430609671177706900
BIC: GENODEM1GLS, GLS Bank
Berlin, Deutschland

Spenden Sie einmalig über

 

Spenden Sie monatlich über
Wir schützen Ihre Daten und nutzen Sie nur für die von Ihnen angegebenen Zwecke. Die Daten die Sie hier eingeben, werden ausschließlich für das Bearbeiten Ihrer Spende genutzt und um Sie über unsere Kampagnenarbeit auf dem Laufenden zu halten. Mehr in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.

Hier können Sie eine Einzugsermächtigung als PDF herunterladen, ausfüllen und uns per Post zusenden.

Wie wir uns finanzieren.

Nächster Schritt - verbreiten Sie unsere Idee

Danke für Ihren Einsatz!

Kennen Sie jemanden, dem diese Kampagne am Herzen läge? Senden Sie ihnen eine Nachricht und bitten Sie sie, die Petition zu unterschreiben!