159.432 von 200.000 Unterschriften

An: Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner, An Österreichs Umweltministerin Elisabeth Köstinger und MdEP Peter Jahr

Appell

Europäische Politiker*innen planen, ein Todesurteil für die Natur zu unterzeichnen. Die letzten Verhandlungen über das große Landwirtschaftspaket laufen. Umweltschädigende Agrarkonzerne würden für die kommenden Jahre Milliarden erhalten. Ich fordere Sie dringend auf, dieses Abkommen zurückzuziehen und eine neue Agrarpolitik vorzuschlagen, die unserer Gesundheit und der Natur zugute kommt.

Wir fordern Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf, eine bessere Agrarpolitik für Europa vorzuschlagen:

  1. den Übergang zu einer agrarökologischen Landwirtschaft fördern: Landwirt*innen sollen dabei unterstützt werden, gesunde Lebensmittel zu produzieren, das Wohlergehen der Nutztiere sicherzustellen und gleichzeitig unsere Umwelt zu hegen. Mehr als die Hälfte der Zuschüsse in die Landwirtschaft soll für den Schutz von Natur, biologischer Vielfalt und Klima ausgegeben werden.
  2. schädliche Subventionen einstellen: Alle direkt schädlichen Subventionen, wie z.B. Gelder für Massentierhaltung oder verschwenderische Bewässerung, sollen eingestellt werden. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass bereits gewährte Subventionen an ökologische und soziale Bedingungen geknüpft sind, wie etwa: Reduktion der Bodenerosion, Ausweisung von Rückzugsräumen für Tiere und Schutzgebiete für Pflanzen, Einhaltung der Rechte von Beschäftigten in den Betrieben.
  3. die GAP an klare Ziele binden: Es braucht z.B. klare Festlegungen, in welchen Schritten der Ausstoß von Treibhausgasen und der Einsatz von Pestiziden reduziert wird. So muss sichergestellt werden, dass alle EU-Mitgliedsländer und alle Landwirt*innen einen fairen Beitrag zu den Veränderungen, die zur Bewältigung der aktuellen globalen Krisen erforderlich sind, leisten.

Warum das wichtig ist

Würden Sie einen Todesstoß für die Natur unterschreiben? Ein Agrarpaket, das Bienen und Vögeln zum Verhängnis wird? Unser Wasser und unsere Luft verschmutzt? Genau das könnte passieren, wenn die EU-Staats- und Regierungschef*innen die aktuellen Pläne zur künftigen Landwirtschaft in Europa unterzeichnen.

Das neue EU-Landwirtschaftsabkommen [1] wird Milliarden an Agrarkonzerne zahlen, die die Umweltkrise weiter befeuern. Landwirt*innen erhalten Geld basierend darauf, wie groß ihre Felder sind und wie viele Tiere sie haben. Ihre Betriebe benötigen riesige Mengen an Kunstdünger, chemischen Pestiziden und Antibiotika. Das bedroht unsere Gesundheit, verschmutzt die Landschaft und zerstört den Boden. Viele Kleinbäuer*innen geben auf. Europa verliert bereits jeden Tag 1.000 Landwirt*innen. [2]

Wir dachten, alles sei verloren, als das Europäische Parlament im Oktober diesem Abkommen zustimmte. Aber junge Klimaaktivist*innen in ganz Europa haben einflussreiche Politiker*innen dazu aufgerufen, es fallen zu lassen. Der Vizepräsident der Kommission, Frans Timmermans, schloss sich an und sagte: "Die Agrarpolitik ist nicht nachhaltig [und] kann so nicht fortgesetzt werden." [3]

Wir haben nicht mehr viel Zeit, die Verhandlungen zu beeinflussen: Aber Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kann das Agrarabkommen immer noch zurückziehen [4] - lasst uns jetzt den Druck gemeinsam erhöhen.


Referenzen

  1. Die gemeinsame Agrarpolitik, kurz GAP, zahlt Subventionen an Landwirt*innen in ganz Europa. Das Paket ist wichtig. Es verteilt 35% des EU-Budgets.
  2. https://www.agriland.ie/farming-news/europe-loses-1000-farms-per-day-new-agriculture-commissioner/
  3. https://euobserver.com/green-deal/150068
  4. https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/euobs-media/7aa83d256634f1bd5d1ec216481bb453.pdf
  5. Eine neue Studie hat die 50 größten Profiteure der EU Agrarpolitik veröffentlicht: https://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2014_2019/plmrep/COMMITTEES/CONT/DV/2021/01-25/Study_Largest50Beneficiaries_EN.pdf

In Zusammenarbeit mit:

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