99.008 von 125.000 Unterschriften

An Ferrero International S.A., ihren Geschäftsführer Giovanni Ferrero und CEO, Lapo Civiletti, Ferrero Hazelnut Company und Marco Gonçalves, CEO von Ferrero Hazelnut Company und Ferrero Rocher DE

Appell

Nutella, Kinder Bueno oder Ferrero-Rocher werden mutmaßlich mit Haselnüssen hergestellt, für die Kinder arbeiten müssen. Unsere Nachforschungen zeigen, dass die Haselnüsse, die unter anderem in verschiedenen Produkten des Unternehmens Ferrero verarbeitet werden, von Kindern in der Türkei gepflückt werden.

Wir fordern Sie auf, angemessene Preise für Haselnüsse aus der Türkei zu zahlen und sicherzustellen, dass die Arbeiter/innen einen existenzsichernden, fairen Lohn erhalten und Kinderarbeit unverzüglich eingestellt wird!

Warum das wichtig ist

Wir veröffentlichen unsere Nachforschungen am Tag vor Weihnachten zusammen mit der britischen Tageszeitung The Guardian. Wir zeigen, dass Haselnüsse, die Ferrero für sein Süßwaren kauft, auch von Kindern in der Türkei gepflückt werden. [1] Die Liste ist lang: Nutella, Kinder Bueno, duplo oder Ferrero-Rocher, die Sie oder Ihre Kinder dieses Weihnachten essen, werden wahrscheinlich mit Haselnüssen hergestellt, die von Kindern geerntet werden.

Im Sommer hat unser Partner, das Zentrum für Kinderrechte in der Türkei, auf Video dokumentiert, wie die Kinderarbeit auf Haselnussfarmen in der Türkei abläuft. Dokumentiert sind schon Kinder ab 11 Jahre, die als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden. [2] Sie arbeiten lange Stunden für wenig Lohn und unter oft gefährlichen Bedingungen. Viele Kinder versäumen für die Arbeit den regelmäßigen Schulbesuch. Statt zu lernen, müssen sie schuften. Der zentrale Grund dafür, Kinder zu beschäftigen, sind die niedrigen Löhne für die Arbeiter/innen auf den Haselnussfarmen insgesamt. Sie kommen nur über die Runden, wenn sie ihre Kinder mitbringen, um mit ihnen bei der Ernte zu arbeiten. Andernfalls wären sie nicht in der Lage, sich eine Unterkunft zu leisten oder die Kosten für die Fahrten zu den Farmen zu tragen. Gleichzeitig bleibt das Lohnniveau niedrig, wenn Kinder die gleiche Leistung für noch weniger Lohn erbringen. [3]

Das italienische Süßwarenunternehmen Ferrero ist der größte Schokoladenproduzent der Welt und Hersteller von Nutella. Sie sind der Hauptabnehmer von Haselnüssen in der Türkei, dem Herkunftsland von 70% der Haselnüsse weltweit. [4] Mit unserer Recherche können wir zeigen, dass von Kindern gepflückte Haselnüsse in den Produkten von Ferrero landen.

Zwei Haselnussbauern in der Türkei bestätigten auf Video, dass sie Kinder einstellen müssen, weil sonst die erwachsenen Arbeiter/innen nicht zur Arbeit auf ihren Höfen kommen. Dieselben Bauern sagen, dass ihre Haselnüsse bei Ferrero landen und fügen hinzu: "99 Prozent der Haselnüsse der Region werden von Ferrero gekauft". Und: "Soweit ich sehen kann, werden überall Kinder beschäftigt". Mit dem Guardian konnten wir die Haselnüsse von einem der Bauernhöfe, die Kinder einstellen, zu dem Händler zurückverfolgen, der sie kauft. Der Händler bestätigte schriftlich, dass er diese Haselnüsse an Ferrero verkauft.

Bislang hat Ferrero keinen einzigen Betrieb benannt, von dem sie beliefert werden. Dabei haben sie angekündigt, dass nächstes Jahr 100 Prozent ihrer Haselnüsse rückverfolgbar sein sollen.[5] In 2018 haben sie erst 39 Prozent Rückverfolgbarkeit erreicht. [6]

Ferrero behauptet, sie würden weder Kinderarbeit noch irgendeine Form der Sklaverei tolerieren. Der Konzern verweist auf seinen Verhaltenskodex und behauptet: "Wir sind entschlossen, Kinderarbeit entlang unserer gesamten Lieferkette zu verhindern und zu beseitigen, in der Überzeugung, dass jedes Kind mit allen möglichen Mitteln vor jeder Form von Ausbeutung geschützt werden sollte." Darüber hinaus habe man ein Projekt, das darauf abzielt, Kinder vor den schlimmsten Formen von Arbeit, Ausbeutung und Gewalt zu schützen. [7]

Aber Kinderarbeit ist in der Türkei auch heute noch weit verbreitet. Landwirte und Händler sagen, dass die Initiativen von Ferrero gegen Kinderarbeit nutzlos sind, weil sie nicht alle Kinder einbeziehen, die jedes Jahr auf den Feldern ausgebeutet werden.

Die Ursache des Problems ist der niedrige Preis, den Ferrero für Haselnüsse zahlt. Bauern sagten, wenn Ferrero mehr für Haselnüsse bezahlen würde, wären sie nicht gezwungen, Kinder einzustellen. Auch ein Vermittler, der Saisonarbeiter für die Arbeit auf den Höfen findet, äußerte sich so. Es ist jetzt an der Zeit, dass Ferrero seinen Verpflichtungen nachkommt. Der Konzern könnte einen wichtigen Beitrag leisten Kinderarbeit auf den Haselnussfarmen in der Türkei zu beenden, wenn er wirklich wollte. Das Unternehmen müsste nur einen fairen Preis für Haselnüsse zahlen.

Fordern Sie mit uns zusammen, dass Ferrero einen fairen Preis für Haselnüsse in der Türkei unterstützen soll, damit die Arbeiter einen existenzsichernden Lohn erhalten und die Kinderarbeit endlich endet! Im Jahr 2020 planen wir eine große Aktion, bei der wir Ihre Unterschriften an Ferrero überreichen werden. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass Kinder-Produkte nicht von Kinder hergestellt werden.


Referenzen

  1. https://www.theguardian.com/global-development/2019/dec/20/are-ferrero-rocher-chocolates-tainted-by-child-labour
  2. Das Zentrum für Kinderrechte ist Teil von Fikir ve Sanat Atölyesi (FİSA) - der Werkstatt für kulturelle Ideen und Kunst mit Sitz in Ankara.
  3. Weitere Informationen finden Sie im New York Times-Artikel über Haselnussfarmen in der Türkei,
    https://www.nytimes.com/2019/04/29/business/syrian-refugees-turkey-hazelnut-farms.html
  4. https://www.bbc.com/news/stories-49741675
  5. https://www.nytimes.com/2019/04/29/business/syrian-refugees-turkey-hazelnut-farms.html
  6. https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/ferrero-static/globalcms/documenti/3722.pdf
  7. https://www.ferrero.com/fc-4073?newsRVP=1410

In Zusammenarbeit mit:

Gerechtigkeit für Kinder und keine Kinderarbeit in Süßkram!

Ferrero hat sich bereit erklärt, sich Anfang März mit uns in Rom zu treffen.

Wir wollen sicherstellen, dass Ferrero uns und unsere Forderungen ernst nimmt. Und laden zum Valentinstag ein, statt Schokolade zu verschenken auf der Facebook-Seite von Rocher zu posten.

Und so geht das:

1. Kopieren Sie das Bild oder - wenn Sie mit dem Smartphone teilnehmen - den Link

https://www.wemove.eu/sites/wemove.eu/files/de-advocacy-card-ferrero-comment.png

Unsere Forderungen von Ferrero Rocher

2. Klicken Sie auf die Schaltflächen und werden zum Valentinspost auf Ferrero Rochers Facebook-Seite geleitet.

3. Fügen Sie den Code des Bildes oder das Bild als Kommentar ein.

4. Optional: Schreiben Sie zusätzlich eine Botschaft Ihrer Wahl, z.B. "Für Ferrero" oder "Von WeMove" oder “Kinderarbeit ess ich nicht”, oder irgendeinen anderen Text, der Ihnen angemessen ist. Seien Sie dabei bitte freundlich - wir sind mit Ferrero im Gespräch!

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende

Im Juni 2019 haben wir gemeisam unsere Nachforschungen in der Türkei bezahlt. Im Dezember waren unsere Enthüllungen weltweit in den Medien. Wir zeigen, dass in Nutella, duplo und Ferrero-Rocher Haselnüsse landen, die von Kindern gepflückt worden sind! Im März treffen wir Führungskräften von Ferrero zum ersten Gespräch.

Wir brauchen weiter Spenden um Kinderarbeit für Süßkram endlich zu beenden und für faire Löhne zu sorgen.

Andere Wege zu spenden

Alternativ zum Einzug können Sie Spenden auch direkt an uns überweisen:

WeMove Europe SCE mbH
IBAN: DE98430609671177706900
BIC: GENODEM1GLS, GLS Bank
Berlin, Deutschland

Spenden Sie einmalig über

 

Spenden Sie monatlich über
Wir schützen Ihre Daten und nutzen Sie nur für die von Ihnen angegebenen Zwecke. Die Daten die Sie hier eingeben, werden ausschließlich für das Bearbeiten Ihrer Spende genutzt und um Sie über unsere Kampagnenarbeit auf dem Laufenden zu halten. Mehr in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.

Hier können Sie eine Einzugsermächtigung als PDF herunterladen, ausfüllen und uns per Post zusenden.

Wie wir uns finanzieren.

Nächster Schritt - verbreiten Sie unsere Idee

Vielen Dank.

Kennen Sie jemanden, der sich auch gegen Kinderarbeit einsetzen würde? Senden Sie denen doch bitte eine E-Mail und laden Sie sie zu unserer Aktion ein.