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An die Staats- und Regierungschefs in der EU.

Appell

Es ist an der Zeit, den Euroraum grundlegend zu reformieren. Wir brauchen einen fairen und demokratisch kontrollierten Euro, der Solidarität möglich macht.

Wir rufen Sie auf, den Euroraum so anzupassen, dass er allen Menschen nützt und gewappnet ist, zukünftige Krisen zu bewältigen.

Wir brauchen mehr staatliche Investitionen im Euroraum, um zum Beispiel Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und grüne Jobs zu schaffen, die gegen den Klimawandel vorgehen. Mit einem ambitionierten Haushalt für die Eurozone könnte investiert werden, wo es am meisten gebraucht wird. So würden die ökonomischen Ungleichheiten zwischen Ländern und zwischen den Menschen ausgeglichen werden.

Wir rufen Sie auch dazu auf, demokratische Institutionen für die Eurozone zu gewährleisten. Die Eurogruppe braucht Transparenz und darf nicht weiter Entscheidungen auf undurchsichtigen Wegen treffen, die von keinem Parlament kontrolliert werden.

Warum das wichtig ist

Auf den Fluren der Macht – weit weg von unseren Augen und Ohren – findet eine stille und doch entscheidende Auseinandersetzung statt.

Macron und Merkel streiten über die Neugestaltung der Eurozone (die 19 EU-Staaten, die den Euro als Währung verwenden). [1] Dabei könnten sie entweder bestehende Regelungen stärken, die in erster Linie für Sparprogramme und die gegenseitige Sabotage unter den Ländern stehen, oder sie könnten Regelungen für eine engere Zusammenarbeit fördern und die Menschen in Europa wieder in den Fokus rücken.

Die Ausrichtung der Euro-Wirtschaft entscheidet darüber, ob wir Schulden machen, ob wir Arbeit finden, ob wir unter Armut leiden, ob unsere Renten gezahlt werden – und noch vieles mehr. Die Krise hat gezeigt, dass die Wirtschaft der Eurozone grundlegende Fehler im System aufweist, mit negativen Auswirkungen für uns alle:

  • Von außen auferlegte Sparpläne und eingeschränkter Zugang zu hochwertiger, kostenloser Bildung und Gesundheitsversorgung,
  • ein dramatischer Anstieg der Staatsverschuldung in einigen Länder und
  • eine zunehmende Ungleichheit zwischen den Menschen in Europa. [2]

Unter Politikern ist die Notwendigkeit einer Veränderung längst das neue Topthema auf der Agenda. Politische Führer aus ganz Europa sprechen in diesem Moment darüber, wie unsere Wirtschaft reformiert werden soll! Unsere Politiker müssen von ihren Wählern hören, dass auch wir Veränderung wollen, aber zum Wohle der Menschen! Das ist eine historische Gelegenheit, um klarzustellen, dass wir an mehr Zusammenarbeit – und nicht noch mehr Sabotage – unter den Ländern glauben, und dass wir überzeugt sind, dass es den Menschen in Europa dadurch besser gehen wird.

Louise [3] aus unserer Aktiven-Gemeinschaft ist überzeugt: „Wenn wir unsere europäischen Werte verteidigen wollen, können wir nicht nur an uns selbst denken“. Tausende, die genauso denken wie Louise, machen sich bereits für ein neues Wirtschaftssystem stark, das auf Solidarität basiert. Sie fordern ein ambitioniertes, gemeinschaftliches Budget für die Eurozone, das vom Europäischen Parlament kontrolliert wird und mehr öffentliche Investitionen ermöglicht. Sie fordern eine krisensichere Wirtschaft! Schließen Sie sich Louise an: Unterschreiben Sie jetzt!

Referenzen

[1] https://euobserver.com/economic/141596

[2] http://politicalcritique.org/world/eu/2017/democratic-euro-zone-wemove/

[3] Nicht ihr richtiger Name, aber ihre Worte.

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