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An Paul Polman, CEO, Unilever

Appell

Säubern Sie Kodaikanal, wie weltweite Regeln es erfordern! Wir Bürgerinnen und Bürger Europas unterstützen keine multinationale Konzerne, die Menschen und Umwelt vergiften, sei es hier in Europa oder anderswo. Verpflichten Sie sich zu einer gründlichen Beseitigung Ihrer Verschmutzungen.

Warum das wichtig ist

Im Jahr 2001 hat Unilever giftiges Quecksilber in die südindische Berggemeinde Kodaikanal verklappt und vergiftete Arbeiter/innen und den Wald. [1]

Bis heute tritt auf dem Werksgelände Quecksilber in die Umwelt aus. Quecksilber ist ein hochgiftiges Nervengift. Obwohl die Fabrik seit siebzehn Jahren geschlossen ist, taucht es auch in den anliegenden Wäldern immer wieder auf. Örtliche Umweltaktivist/-innen fordern von Unilever, den Dreck zu entfernen, den sie einst hinterlassen haben. Bisher stoßen sie auf taube Ohren. [2]

Würde eine solche Verseuchung in Europa geschehen, würden die Menschen hier erkranken und würde unsere Umwelt zerstört werden, wäre längst die Umweltbehörde aktiv. Sie würde eine gründliche Säuberung verlangen und durchsetzen. Der Schaden ist aber weit weg entstanden, im südlichen Indien. Unilever übernimmt keine Verantwortung und weigert sich, aufzuräumen.

Zwar versuchte sich Unilever Ende des Jahres an einer Säuberung, aber das war lediglich ein lahmer Versuch, die Bevölkerung zu beruhigen. Es sieht sogar so aus, als sei mehr Quecksilber aufgewühlt und freigesetzt worden, als aus der Erde entfernt wurde. [3] So was wäre hier in Europa undenkbar!

Unilever ist ein europäisches Unternehmen mit Sitz in Rotterdam und Niederlassungen in vielen Ländern Europas. Als Europäer/-innen, die wir auch Käufer/innen von Unilevers Produkten sind, wollen wir Unilever verantwortlich machen. Unser Druck lokal, in der Region und international vernetzt wird immer stärker. Jetzt konfrontieren wir Unilever da, wo sie zuhause sind. Hier sind sie besonders verletzlich und werden schon reagieren, um den Imageverlust in Grenzen zu halten. Wir können Kodaikanal wieder zu einem gesunden und lebenswerten Ort machen.

Die indischen Aktivist/-innen haben mehr erreicht, als zu erwarten war: Nach 15 Jahren Kampagnenarbeit hat Unilever zugestanden, die vergifteten Arbeiter/-innen zu entschädigen. [4] Paul Polman, Vorstandsvorsitzender von Unilever, versprach außerdem, das Werksgelände zu säubern. [5] Doch das sind bis heute leere Worte.

In Zusammenarbeit mit:

Referenzen

[1] https://indianexpress.com/article/cities/mumbai/mercury-pollution-former-workers-from-tn-unit-protest-outside-hul-head-office/

https://www.thehindu.com/news/national/tamil-nadu/study-indicates-high-level-of-mercury-in-fish-at-kodai-lake/article20406597.ece

https://www.thehindu.com/news/national/tamil-nadu/two-important-bird-areas-in-tn-face-threat-says-survey/article22987324.ece

[2] https://act.jhatkaa.org/campaigns/Unilever-racism?utm_source=mailing_1709&utm_medium=email&utm_campaign=unilever-racism

[3] http://www.newindianexpress.com/states/tamil-nadu/2018/jan/17/unending-fallout-of-defunct-thermometer-factory-at-kodaikanal-in-tamil-nadu-1755564.html

https://www.business-standard.com/article/companies/hindustan-unilever-limited-begins-soil-remediation-at-kodaikanal-117082000007_1.html

[4] https://www.theguardian.com/environment/2016/mar/09/unilever-settles-dispute-over-mercury-poisoning-in-india

[5] https://twitter.com/PaulPolman/status/629373407910567936?s=17%20

Image modified from original by Amolmande18 [CC BY-SA 4.0], from Wikimedia Commons

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende

Im Jahr 2001 hat Unilever giftiges Quecksilber in die südindische Berggemeinde Kodaikanal verklappt und vergiftete Arbeiter/innen und den Wald.

Aktivist/-innen aus Indien haben uns um Hilfe gebeten. Wir sollen ihre Forderung verstärken, damit Unilever den giftigen Dreck, den sie hinterlassen haben, auch wieder wegräumt.

Bitte spenden Sie einige Euro pro Monat, damit wir den Druck auf multinationale Konzerne wie Unilever aufrecht erhalten können. Sie sollen damit aufhören unseren Planeten zu verschmutzen, sowohl in Europa als auch anderswo?

Nächster Schritt - verbreiten Sie unsere Idee

Vielen Dank.

Kennen Sie jemanden, der auch den Aufruf der indischen Aktivist/-innen gegen Unilever unterstützen würde? Senden Sie denen doch eine E-Mail und laden Sie sie zu unserer Aktion ein.