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An den Abgeordneten des Europaparlaments Bogusław Liberadzki, Verhandlungsführer für die EU-Verordnung über die Rechte der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr

Appell

Wir fordern mehr Rechte für Zugreisende mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität. Die EU-Verordnung, über die jetzt verhandelt wird, muss ihnen eine bessere Hilfe während der Zugfahrt garantieren und die Notwendigkeit einer Voranmeldung zwei Tage im Voraus abschaffen!

Warum das wichtig ist

Viele von uns reisen flexibel und bequem mit der Bahn. Wenn es uns beliebt, gehen wir zum Bahnhof, kaufen eine Fahrkarte und los geht's.

Für jede/n Fünfte/n in der EU geht das nicht. [1] Eine Behinderung oder das Alter schränken die Mobilität ein. So wie zum Beispiel bei Yannis, der blind ist und Hilfe braucht, um rechtzeitig den richtigen Zug zu erwischen. Ob Arztbesuch, Ausflug zum Strand oder eine dringende Familienangelegenheit, er kann nicht einfach in den Zug steigen. [2] Oder bei Horst, der mit einem Rollstuhl reist und Hilfe bei der Suche nach einer Rampe zum Einsteigen in den Zug braucht. [3]

Bisher verpflichtet das EU-Recht Hilfesuchende, zwei Tage im Voraus Hilfe zu erbitten. Selbst wenn sie täglich mit dem Zug reisen. Rund 100 Millionen Bürgerinnen und Bürger der EU sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Viele von ihnen trauen sich nicht, eine Zugreise überhaupt zu planen. Diejenigen, die sich auf den Weg machen, erleben Erstaunliches. [4]

Millionen von Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität verpassen regelmäßig Züge oder bleiben auf Bahnsteigen stecken, weil Hilfe beim Ein- und Aussteigen nicht sofort verfügbar ist. Was im Regelverkehr schon Schwierigkeiten bedeutet, wird umso problematischer, wenn auch noch Verspätungen und Zugausfälle dazu kommen.

Wir wollen, dass alle mit der Bahn fahren können - mit der Sicherheit, dass sie jederzeit die Hilfestellung bekommen, die sie brauchen. Niemand soll am Bahnhof (oder gar auf dem Abstellgleis) zurückbleiben.

Zugängliche und erschwingliche Zugreisen für alle sind auch eine Frage der Nachhaltigkeit. Viele Menschen mit eingeschränkter Mobilität müssen auf das Flugzeug oder das Auto ausweichen, weil ihnen das Bahnfahren so schwer gemacht wird. Beide Alternativen schaden der Umwelt, erreichen nicht jedes Ziel in gleicher Qualität und können unter Umständen erheblich mehr kosten.

Die EU verhandelt nächste Woche über eine Verordnung, um die Rechte von Bahnreisenden zu stärken. Dabei soll auch die zweitägige Anmeldefrist abgeschafft werden, die es für Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität zusätzlich schwer macht, mit dem Zug zu reisen.

Für das Europaparlament leitet der polnische Abgeordnete Bogusław Liberadzki die Verhandlungen. Wie wir hören, wird er von einigen Ministern der Mitgliedsländer unter Druck gesetzt. Sie wollen Verbesserungen verhindern und die Zweitagesregel beibehalten. [5]

Wir stärken Bogusław Liberadzki jetzt den Rücken. Ein betroffener Aktiver von WeMove Europe und unser Partner, das Europäische Behindertenforum, werden unsere Unterschriften am Tag vor den Verhandlungen übergeben. Sie können aus erster Hand berichten, wie sie vom Zugfahren ausgeschlossen sind.

Barrierefreies Bahnfahren für alle schaffen wir nur, wenn wir zusammenhalten. Gemeinsam bringen wir die Geschichten von Diskriminierung in die Verhandlungen ein und streiten für das Recht aller, Zugreisen jederzeit unternehmen zu können.


Referenzen

  1. https://euobserver.com/disability/118249
  2. https://euobserver.com/opinion/145988
  3. http://www.edf-feph.org/train-travel-future-dont-exclude-us
  4. http://www.edf-feph.org/factsheet-stories-discrimination-train-transport
  5. Korrespondenz mit dem Europäischen Behindertenforum

In Partnerschaft mit dem Europäischen Behindertenforum

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