98.844 von 200.000 Unterzeichner/innen

Karl-Heinz Florenz, Renate Sommer, Stefan Eck, Jens Gieseke, Norbert Lins, Susanne Melior, Karin Kadenbach und The European Parliament’s environment committee

Appell

Lassen Sie nicht zu, dass sich die großen Klimasünder aus der Verantwortung stehlen - sorgen Sie dafür, dass sie für die Schäden an Gesundheit, Umwelt und Klima geradestehen müssen. Stimmen Sie für eine ambitionierte Reform des Herzstücks der europäischen Klimaschutzpolitik, für einen wirksamen Preis auf CO2 und für entschlossenes Handeln gegen die Gefahren des Klimawandels. Erlauben Sie es den Lobbyisten schmutziger Industrien nicht, die Politik der EU zu diktieren.

Warum ist das wichtig

Wenn jemand von uns Mist baut, erwarten wir, dass er es wieder in Ordnung bringt. Doch wenn mächtige Konzerne die Umwelt vergiften, um Profit zu machen, sollen wir alle zahlen - mit unserer Gesundheit, mit Schäden an der Umwelt und mit unseren Steuergeldern.

Klimasünder müssen dazu gezwungen werden, die Kosten für ihre Verschmutzung zu tragen - damit sie ihre schmutzigen Praktiken ändern. Dafür hat die Europäische Union den Emissionshandel ins Leben gerufen, damit der Ausstoß von Klimagasen nicht mehr kostenlos ist [1]. Doch der Preis ist viel zu niedrig. Eine Reform des Systems ist überfällig.

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments wird am 8. Dezember 2016 eine richtungsweisende Entscheidung treffen, ob der Ausstoß von CO2-Emissionen einen vernünftigen Preis bekommt. Jetzt steht die Frage an, ob Fabriken und Kraftwerke für ihre Klimagase zahlen müssen, mit denen sie die Erde in ein Treibhaus verwandeln. Wenn wir keinen Druck machen, kommt nur ein fauler Kompromiss heraus, der den Klimaschutz in Europa für die nächsten 15 Jahre lahmlegt.

Die Abstimmung wird sehr knapp ausfallen. Dem Ausschuss gehören 72 Mitglieder an. Wir wissen, dass 18 von ihnen für strenge Regeln eintreten, doch weitere 18 lehnen das ab. Die restlichen 36 sind noch unentschieden. Das ist keine gute Nachricht. Seit der Wahl von Donald Trump sind die Ausschussmitglieder verunsichert. Niemand weiß, wie es mit der Klimapolitik weltweit und in Europa weitergeht - und hier kommen wir ins Spiel.

Wir werden die noch unentschlossenen Abgeordneten auf allen Kanälen mit unseren Forderungen konfrontieren - und ihnen Mut machen, für die richtige Sache einzutreten.Wir werden unsere Petition direkt in ihren Büros abgeben und dafür sorgen, dass sie unsere Botschaft hören: Es liegt in ihren Händen, wie es mit dem europäischen Klimaschutz weitergeht.

Wenn 100.000 von uns sich beteiligen und mit einer Stimme sprechen, wird jedem Ausschuss-Mitglied klar, dass seine Wählerinnen und Wähler nicht bereit sind, den Schutz des Klimas für Wirtschaftsinteressen zu opfern. Machen Sie mit und rufen Sie mit uns zusammen alle Abgeordneten im Ausschuss dazu auf, eine ambitionierte und wirksame Reform des Europäischen Emissionshandelssystems für die Zeit von 2021 bis 2030 zu unterstützen!

Wir fordern von den Abgeordneten [2]:

  • Dringen Sie auf eine schnellere Begrenzung der Emissionen, ambitioniertere Ziele und ein regelmäßiges Nachschärfen der Ambitionen

  • Durch den gewaltigen Überschuss an Emissionszertifikaten ist der Preis in den Keller gegangen und macht den Ausstoß von Klimagasen viel zu billig. Sorgen Sie dafür, dass die überschüssigen Zertifikate dauerhaft stillgelegt werden

  • Die Klimasünder sollen zahlen - und nicht bezahlt werden. Machen Sie Schluss mit kostenlosen Emissionszertifikaten für die Fossilindustrie

  • Unterstützen Sie den Ausbau der Erneuerbaren und Maßnahmen zur Energieeffizienz mit zusätzlichen Mitteln. Und geben Sie denen mehr Geld, die es wirklich brauchen: den Arbeitern in den Regionen Europas, die durch die Energiewende einen Strukturwandel schaffen müssen, und den Menschen in den Entwicklungsländern, die besonders vom Klimawandel betroffen sind.

Wir kooperieren mit

[1] Das Europäische Emissionshandelssystem ist ein “cap and trade” System - übersetzt: Deckelung und Handel. Die EU legt jedes Jahr die Gesamtmenge an Kohlendioxid fest, die von den Teilnehmern des Handelssystems gemeinsam ausgestoßen werden darf. Die "Emissionsrechte" werden in Form von Zertifikaten verteilt oder versteigert und können von den Teilnehmern frei nach Marktregeln untereinander gehandelt werden. Die Idee dahinter: Wenn Kohlendioxid einen Preis bekommt, haben die Emittenten einen Anreiz, weniger davon auszustoßen und auf sauberere Technologien zu setzen.

[2] Sämtliche Forderungen finden Sie bei CAN Europe

Nächster Schritt - verbreiten Sie unsere Idee

Vielen Dank.

Wen kennen Sie, der oder die ebenfalls die Klimasünder zur Kasse bitten will? Senden Sie denen bitte eine E-Mail und laden Sie sie zu unserer Aktion ein. Nur so kann uns ein deutliches Zeichen gegen den Klimawandel gelingen.

Beachten Sie auch den nächsten Schritt: Senden Sie einen Tweet direkt an die Abgeordneten, die die nächste Entscheidung treffen. Sie sollen unsere Meinung kennen.

Tweet to Karl-Heinz Florenz, Renate Sommer, Stefan Eck, Jens Gieseke, Susanne Melior, Karin Kadenbach und The European Parliament’s environment committee

Am 8. Dezember entscheiden die Abgeordneten im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments darüber entscheiden, ob die Konzerne für ihre Schäden zahlen müssen oder sich weiter aus der Verantwortung stehlen können. Wir werden sie wissen lassen, dass schon jetzt mehr als 58.000 Europäer die Forderung erheben, strenge Regeln einzuführen und hohe Preise für CO2-Ausstoß festzulegen. Sie können hier helfen, unserer Stimme Gehör zu verschaffen. Twitter an die Schlüssel-Abgeordneten in dieser Sache.

Die tweets erreichen Europaabgeordnete, auf die es bei der Abstimmung ankommt. Wenn Sie mehrere Tweets abschicken wollen, klicken Sie die "neu laden" Funktion in Ihrem Browser

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