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An die Europäische Kommission

Petitionstext:

Lassen Sie nicht zu, dass ausgerechnet diejenigen bestraft werden, die den verwundbarsten Menschen Menschenrechte und Würde bieten und damit den Traditionen Europas folgen.

Machen Sie es zur bindenden Regel, dass diejenigen, die aus humanitären Gründen "unbefugte" Grenzübertritte für Flüchtlinge und Migranten erleichtern, nicht strafrechtlich belangt werden.

Warum ist das wichtig?

Manuel Blanco, Enrique Rodríguez und Julio Latorre sind spanische Feuerwehrmänner. Im Dezember fuhren sie nach Griechenland, um auf der Insel Lesbos als ehrenamtliche Mitarbeiter der NGO PROEM AID (Professional Emergency Aid) Flüchtlingen zu helfen: damit Menschen, die vor Krieg und Armut geflohen sind, nicht ertrinken müssen. Jetzt drohen ihnen zehn Jahre Gefängnis.

Die drei Männer haben ihr Leben riskiert, um tausende Kinder und Erwachsene zu retten. Doch die griechischen Behörden sehen darin Menschenschmuggel.

Die EU-Richtlinie, auf die sich Griechenland dabei beruft, wird derzeit von der Europäischen Kommission überarbeitet, doch ohne Druck von uns Bürger/innen wird sich da nichts zum Guten wenden. Das ist die Gelegenheit für einen starken Appell! Wir fordern, dass freiwillige Helfer/innen wie Manuel, Enrique und Julio für ihre humanitäre Arbeit nicht kriminalisiert werden.

Über den Fall

Die drei Feuerwehrmänner wurden am 14. Januar 2016 verhaftet, nachdem sie eines Nachts auf den Notruf eines sinkenden Schiffes reagiert hatten. 68 Stunden lang hielten die Behörden sie fest. Nach dem derzeitigen Recht kann jede/r, die/der ein ertrinkendes Kind rettet, das keine Papiere hat, angeklagt werden: wegen Menschenschmuggel. Genauso ist es Manuel, Enrique und Julio ergangen. Ihnen droht eine Gefängnisstrafe von zehn Jahren – nur weil sie Leben retteten.

Für diesen Freitag haben die Vereinten Nationen den Welttag der humanitären Hilfe ausgerufen. Wir nutzen diesen Tag um als als Bürginnen und Genau darum geht es hier – um Menschlichkeit. Wenn wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, mit einer starken Petition Stellung zu beziehen. So können wir dafür sorgen, dass unmenschliche Gesetze geändert werden. Lebensretter/innen wie Manuel, Enrique und Julio sind nämlich keine Straftäter/innen.

Mehr als 130 Millionen Menschen weltweit brauchen humanitäre Hilfe, um überleben zu können. Sich hier zu engagieren, so wie es die drei spanischen Feuerwehrmänner getan haben, ist eine schwierige Herausforderung. Ihre Arbeit verdient Respekt. Sie sollten nicht befürchten müssen, dafür im Gefängnis zu landen.

Wir bitten Sie: Setzen Sie ein Zeichen für mehr Menschlichkeit! Der Fall der drei mutigen Feuerwehrmänner von der Hilfsorganisation “PROEMAID!” ist noch viel zu wenig bekannt. Gemeinsam werden wir diesen Fall öffentlich machen - Sie haben es nicht verdient, zehn Jahre hinter Gittern zu verbringen.

Wir arbeiten zusammen mit:

Nächster Schritt - verbreiten Sie unsere Idee

Vielen Dank, dass Sie sich für die Rechtsicherheit von Flüchtlingshelfern einsetzen!

Falls Sie bisher noch keine Kampagne von uns unterzeichnet haben, erhalten Sie gleich eine E-Mail, in der Sie gebeten werden, Ihre Adresse zu bestätigen. Bitte bestätigen Sie diese, so dass wir Sie weiter informieren können.

Bitten leiten Sie die Aktion weiter an Ihre Familie, Freunde und Bekannte. Verwenden Sie dazu gerne E-Mail, Facebook oder Twitter. Unsere Kampagne wird stark, wenn auch sie unsere Petition unterzeichnen!